Maria Emhart –Rädelsführerin im Kampf für die Demokratie
Zum 125. Geburtstag von Maria Emhart und zum Jahrestag des 12. Februar 1934, ladet das Dr.-Karl-Renner-Institut Kärnten ins Theater ein. Genießen Sie einen Abend über eine Politikerin und Widerstandskämpferin, die zwar nicht sehr bekannt ist, dennoch eine wahrhaftige Kämpferin im Sinne der Sozialdemokratie war.
Von der Arbeiterin zur „Rädelsführerin“, von der Vizebürgermeisterin zur Nationalrätin: Das Leben der in Niederösterreich geborenen Politikerin und Widerstandskämpferin Maria Emhart (1901 – 1981) steht exemplarisch für die wechselvolle Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert.
Das portraittheater Wien zeichnet anhand von autobiografischem Material und Dokumenten ihren ereignisreichen Lebensweg nach. In dem Stück „Maria Emhart – Rädelsführerin im Kampf für die Demokratie“ schlüpft die Schauspielerin Anita Zieher in der Regie von Margit Mezgolich in die Rolle der mutigen Politikerin.
Maria Emhart (1901 – 1981) begann bereits als junge Arbeiterin in der Glanzstofffabrik in St. Pölten sich politisch zu engagieren, um sich für die Verbesserung der Situation der Arbeiter:innen einzusetzen. Bei Betriebsratsschulungen in Wien lernt sie Rosa Jochmann kennen, mit der sie ein Leben lang befreundet bleibt.1932 wird Emhart in den Gemeinderat von St. Pölten gewählt.
Infolge ihrer Aktivitäten während der Februarkämpfe 1934 wurde sie verhaftet und entkam nur knapp einer standesrechtlichen Hinrichtung. Während der Zeit des austrofaschistischen Ständestaats war sie im Untergrund für die Revolutionären Sozialisten aktiv. 1936 war sie eine der Hauptangeklagten beim „Großen Sozialistenprozess“. Als nach ihrer Freilassung aufflog, dass sie und ihr Mann sich nur zum Schein hatten scheiden lassen, wurde der Eisenbahner an den Standort Bischofshofen strafversetzt. Maria Emhart arbeitete dort nach Kriegsende am Wiederaufbau der Gemeinde mit und wurde 1946 zur ersten Vizebürgermeisterin in Österreich gewählt. 20 Jahre übte sie dieses Amt aus. Daneben war sie 8 Jahre Abgeordnete im Salzburger Landtag sowie 12 Jahre im Nationalrat.
Mehr Information zu Maria Emhart findest Du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Emhart
Eine Koproduktion von portraittheater, Niederösterreichischem Kulturforum und Theater Drachengasse
Schauspiel: Anita Zieher
Regie: Margit Mezgolich
Wissenschaftl. Berater: Thomas Lösch, Stadtarchiv St. Pölten
Gespräche mit Zeitzeug:innen: Ilse Laireiter, Hermann Schütter, Ingrid Strauß (Bischofshofen), Siegfried Nasko (St. Pölten)
Text: Anita Zieher mit Originalzitaten von Maria Emhart und Zeitgenoss:innen
Dauer: ca. 75 Minuten
Anita Zieher, geboren in Salzburg, aufgewachsen in Oberösterreich, lebt als freischaffende Schauspielerin in Wien. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Publizistik in Salzburg und Berlin absolvierte sie die Schauspielausbildung in Wien. Sie ist Gründerin, Obfrau und Produktionsleiterin von portraittheater. Sie spielte u. a. Käthe Leichter, Rosa Luxemburg, Simone de Beauvoir, Bertha von Suttner, Marie Curie, Lise Meitner, Hedy Lamarr und Margarethe Ottillinger in den Produktionen von portraittheater. Als Improvisationstheaterspielerin und Improkabarettistin (Zieher & Leeb) gewann sie zahlreiche Preise und nahm an vielen Festivals teil.
Wir freuen uns auf einen spannenden Theaterabend mit Dir.
Im Anschluss laden wir bei Small Talk zu einem kleinen Imbiss und Getränken.
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